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Music & Comedy auf der Freilichtbühne


Zum Zusatzprogramm der diesjährigen Sommerfestspiele am Landestheater Dinkelsbühl gehören unter dem Titel „Music & Comedy“ zwei gemeinsame Auftritte des Sängers Jochen Schaible und des Kabarettisten Christoph Maul. Diese finden am 22. Juni und am 10. August jeweils ab 19.30 Uhr auf der Freilichtbühne am Wehrgang statt.
In gewohnter Manier werden die beiden erfahrenen Entertainer Hits und Musical-Songs mit kabarettistischen Kommentaren zu regionalen und globalen Themen verbinden. Versprochen werden feinster Humor und beste Unterhaltung. Ein Zusatzprogramm für die Fans der beiden und alle, die es werden wollen.
Wir haben mit beiden über ihr Programm gesprochen.
Herr Schaible, Herr Maul, wie haben Sie beiden sich denn eigentlich kennengelernt?
Christoph Maul: Jochen kannte ich vermutlich durch den “Supernarr” und Veitshöchheim. Dann habe ich ihn am Landestheater gesehen. Und wie viele Beziehungen begann auch unser Kontakt über Social Media. Dann haben wir gemeinsame Projekte gestartet.
Jochen Schaible: In der Tat war der erste Kontakt nach der Erstausstrahlung von “Franken sucht den Supernarr”, der Talentshow des BR, die ich damals 2012 gewann. Christoph war im Folgejahr dabei, und über Social Media haben wir uns “connected”, wie man heutzutage sagt. Der Rest ist Geschichte.
Herr Schaible, was ist das Beste, was Sie über Herrn Maul sagen können?
Christoph kann etwas, das ich sehr bewundere: Er kann spontan auf tagesaktuelle Themen eingehen und diese justament umsetzen. Da könnten spontan zehn Busse Publikum nachts um 3 Uhr vor seinem Haus stehen und Christoph wäre bereit. Er holt das Publikum auf seine Seite, weil er urkomische Situationen schafft, die jeder irgendwie schon erlebt hat, und entscheidet an jedem Abend, welche seiner unzähligen Themen-Schubladen er zieht. Da ich mich anders vorbereite, ziehe ich davor meinem Hut.
Und was wollten Sie ihm schon immer mal sagen?
Ich liebe und schätze unsere Zusammenarbeit. Ein absolutes Highlight. Und dein Redebedarf vor den Auftritten in der Garderobe: … basst scho (lacht).
Herr Maul, was ist das Beste, was Sie über Herrn Schaible sagen können?
Da Jochen genügend Menschen für seine Gesangs- und Schauspielkünste bewundern, brauche ich ihm das nicht sagen. Ich kenne seine fleißige, akribische Seite. Er plant jeden unserer Auftritte bis ins Detail. So auch in diesem Jahr wieder neue Lieder und Stories. Und er weiß Wochen vorher, was er macht, wie lange die Sequenzen dauern und was wann kommt. Außerdem hat er ein tolles Auge für das richtige Licht und wie er Dinge setzen muss. Ach ja, und nicht nur für das Publikum, sondern auch für mich sind die gemeinsamen Abende absolute Highlights in meinem Kalender.
Und was wollten Sie ihm schon immer mal sagen?
Mach dich vor den Auftritten locker, wir haben bis jetzt immer abgeräumt. Und natürlich sorry, wenn ich vor den Auftritten manchmal zu viel quatsche
Was dürfen denn die Zuschauerinnen und Zuschauer von Ihnen beiden erwarten?
Christoph Maul: Wir haben für 2026 ein neues Programm erarbeitet. Bei mir ist es so, dass ich ja immer auch tagesaktuelle und regionale Dinge mit hereinnehme und mich auch immer über das freue, was von den Zuschauern kommt, wenn ich das verarbeiten kann. Ansonsten 50 Minuten Lachen, fünf Minuten Nachdenken
Jochen Schaible: Zum einen die Mischung aus Musik und Comedy, was uns in dieser Form einmalig macht. Zum anderen neue Inhalte mit Songs von Schlager, Rock, Balladen, bis hin zu Musicalmelodien und eigenen musikkomödiantischen Liedern. Die Liebe wird in vielen ihrer Facetten Thema sein. Ein Abend zum Zurücklehnen, lachen, schwelgen und träumen. Wir wollen die Lachmuskeln strapazieren, aber auch Gänsehaut erzeugen.
Apropos Lieder, Herr Schaible: Darf man mitsingen?
Aber natürlich, sehr gerne. Die ein oder andere Melodie wird bekannt sein und lädt zum Mitsingen ein. Ich mag die Interaktion mit dem Publikum.
Apropos Comedy, Herr Maul: Was ist denn für Sie die beste Pointe aller Zeiten?
Da sich der Humor immer wandelt mit der Zeit, wird es die wohl oder auch hoffentlich nie geben. Und das ist auch gut so. Weil: Hätte es die beste Pointe aller Zeiten schon gegeben, dann könnten wir ja aufhören.
Mögen Sie die Dinkelsbühler Freilichtbühne, und wenn ja: warum?
Christoph Maul: Es ist eine besondere Atmosphäre und für mich ja etwas ungewohnt, dass die Zuschauer höher sitzen als ich spiele. Aber ich liebe die Nähe zum Publikum, man bekommt mit, wie es langsam dunkel wird und es ist eine der schönsten Locations, die ich kenne.
Jochen Schaible: Wenn man durch die Türe vom Altrathausplatz tritt und das Auditorium in dieser tollen Kulisse inmitten von Bäumen und Stadtmauer sieht, geht einem das Herz auf. Ein echtes Bijou in der Region und weit darüber hinaus.
Es gibt erstaunlich viele Vögel auf der Freilichtbühne. Haben Sie dort jemals Vögel gezählt?
Jochen Schaible: In der Tat nicht (schmunzelt). Aber Amseln, Gartenrotschwänzchen, Ringeltauben (die lautstark unterm Dach “mitmachen”) oder “Beifall klappernde” Störche habe ich schon entdeckt. Also bin ich bei mindesten vier (lacht).
Christoph Maul: Die zwei verrücktesten Vögel stehen ja am 22.06 und 10.08 auf der Bühne, da sind mir die anderen Vögel noch gar nicht so aufgefallen.

